Entwicklung von ICF Core Sets für Psoriasis oder Psoriasis Arthritis

Dr. William Taylor (Otago, New Zeland)
Psoriasis (PS) ist eine chronische entzündliche Hautkrankheit für die rote, schuppige Flächen über den "Extensor surfaces" und an anderen Stellen charakteristisch sind, mit unvorhersehbarem rezidivierendem und remittierendem Verlauf. Die Krankheit ist mit bedeutenden körperlichen und sozialen Problemen verbunden. Psoriasis Arthritis (PSA) ist eine entzündliche Arthritis verbunden mit Psoriasis und zeichnet sich durch schmerzhafte geschwollene Gelenke, einer in Mitleidenschaft gezogenen Wirbelsäule, Enthesitis und Daktylitis aus. Sie tritt bei ca. 15% der Personen mit PS auf und hat schwere funktionelle Konsequenzen sowie Auswirkungen auf die Lebensqualität.
Die "Group for Research and Assessment in Psoriasis and Psoriatic Arthritis (GRAPPA)" ist erstmals am American College of Rheumatology in New Orleans im Oktober 2002 zusammengekommen. Diese Gruppe vonRheumatologen und Dermatologen hat einen erheblichen Fortschritt in Richtung eines "Core sets" von Ergebnismaßen zum Einsatz im Rahmen verschiedener klinischer Studien zu PSA erzielt. Diese Arbeit führte vor kurzem zu der 2004 OMERACT (Outcome Measures in Rheumatology Clinical Trials) Konferenz, in der ein Forschungsprogramm bezüglich der Ergebnismessungen für PSA formuliert wurde.
Zwei wichtige Bereiche für das Assessment wurden bei der OMERACT-Zusammenkunft aufgezeigt. Erstens wurde "Funktion" als ein zentraler Bereich angesehen, doch bisher wurden noch keine bedingungsspezifischen Beurteilungswerkzeuge für den Einsatz bei PSA entwickelt. Zweitens wurde das ICF-Konzept von "Partizipation" vorangebracht, aber bisher wurde noch keine zufriedenstellende Messmethode für das Konzept ermittelt. Diese zwei Bereiche wurden als wichtige Punkte für das Forschungsprogramm angesehen.
Aus diesem Grund wurde ein Projekt in Verbindung mit GRAPPA und der ICF Research Branch des WHO Collaborating Centers for the Family of International Classifications am Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI),auf den Weg gebracht, unter der Leitung von Dr William Taylor, Universität von Otago, Neuseeland und Prof. Dr. Wolf-Henning Boehncke, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt. Das Projekt wird einem ähnlichen Ablauf folgen wie die anderen ICF Core Set Studien: Phase 1 Studien, die eine Durchsicht von existierenden Instrumenten, eine Delphi-Befragung von Gesundheitsexperten , Fokusgruppen mit Patienten und eine ICF Checklist-Studie umfassen; eine Phase 2 Konsensus-Konferenz ist für Ende Frühjahr 2006 geplant, gefolgt von Phase 3, dem Validierungsprojekt.

ICF Research Branch of WHO CC F IC (DIMDI)
Institute for Health and Rehabilitation Sciences, Ludwig-Maximilian University
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